Outer Coast

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Outer Coast

Inhaltsverzeichnis

>>Diese Informationen durchliefen noch kein Korrektorat und sind Vorab-Informationen aus dem bevorstehenden Inselkodex<<

Outer Coast liegt am äußersten Nordwest-Ende des Commonwealth, dort wo die Fallwinde der Deepsea Abyss auf feuchtwarme Strömungen prallen. Die Insel ist eine wuchtige Mischung aus nebelverhangenen, heißen Sümpfen, Basaltgebir-ge und dichten Dschungelwald. Im Zentrum thront der ständig qualmende Vulkan, an dem die Sauritenstadt Marquitza gebaut ist. Seine Hänge sind von alten Lavaströmen gezeichnet, seine Eingeweide bergen Ruinen, Portale und den Grund, weshalb Gaia hier seit Jahrhunderten gestört ist. Zwei Völker bestimmen das Schicksal der Insel: die amphibischen Axacotl, die den Norden und Osten in sumpfigen Niederungen bewohnen, und die Sauriten, deren monarchisches Reich um den Vulkan organisiert ist. Wer sich der Insel nähert, gerät zunächst in einen Gürtel aus unberechenbaren Stürmen und Strudeln, ein Symptom der örtlichen Gaia-Interferenzen. Der starke Einfluss der Schattenenergie auf dieser Insel hat das Element Gaia über Jahrhunderte verdrängt. Nur langsam findet Gaia seinen Einfluss auf Outer Coast wieder.

Städte & Dörfer

Marquitza

Maquitza ist kleiner, als die Sauriten es vermuten lassen. Rund 250 Sauriten leben hier in etwa 40 Häusern. Doch der Ort wirkt gewaltig: Am nördlichen Fuß des roten, stets rauchenden Berges kleben mehrere halbe Stufenpyramiden an der Vulkanflanke; Basaltrücken wurden zu Terrassen geglättet, und eine einzige, breite Straße, die Schwarze Straße, zieht sich wie ein verglaster Lavastrom vom Vorland bis hinauf zum Königspalast. Am Stadteingang empfängt einen ein Bild, dass niemand vergisst: zwei Wachen halten an schweren Ketten stachelbewehrte Riesenechsen, jede über drei Meter hoch. Der Alltag mit ge-zähmten Großechsen ist hier so selbstverständlich wie anderswo der Karren mit Ochsen.

Lage & Stadtbild
Maquitza staffelt sich über wenige, aber markante Ebenen. Unterhalb des Königspalastes liegen die Tempelterrassen mit den halben Stufenpyramiden; darunter ducken sich die Wohn- und Werkhauser aus schwarzem Vulkanstein. Am östlichen Rand dampft ein kleiner See, gespeist von Heißquellen.. Offene Wasserflächen im Stadtgebiet sind selten; Körperwäsche findet in Schwitzkammern und Kühlspalten statt.
Bevölkerung & Ordnung
Die Stadt ist streng hierarchisch organisiert: König, Priesterschaften, Palast- und Stadtwache, Handwerker, Minenarbeiter, dann fremde Spezies. Fremde gelangen nur über die Schwarze Straße hinein; am Rauchtor werden Namen, Gründe und Ziel abgefragt. Strafen sind knapp und deutlich: Grubenarbeit in den Minen, Verlust von Gliedmaßen, in schweren Fällen „hoch zum Berg“ ohne Wiederkehr. Großechsen sichern Transporte, ziehen Gießkarren und dienen der Kavallerie der Soldaten; Kinder wachsen mit ihnen auf und lernen früh, den Tieren ihren Willen aufzuzwingen.
Stadtteile
☻ Das Basalttor & die Schwarze Straße
Ein monumentales Basalttor spannt sich über die einzige Zufahrt. Dahinter beginnt die Schwarze Straße: polierte Lavaplatten, seitlich mit Opfer-pfosten und Standsteinen gesäumt. Die Straße führt direkt zum Königspalast und ist zu beiden Seiten mit Gebäuden der Basaltgassen gesäumt.
☻ Wohn- & Werkhöfe
Knapp drei Dutzend Häuser drängen sich entlang der schwarzen Straße. Werkhöfe sind offen zum Wind, doch durch Knochen- und Lederschirme vor Funken geschützt. Schleifstände für Obsidian, Nietbänke für Knochenpanzer, Schmieden und Steinwerkstätten stellen wichtige Produkte her, die im Tauschhandel den Besitzer wechseln. Auf Flachdächern trocknen Sauriten Kleidung. Hier lebt die Mehrheit der 250 Sauriten in Familien-verbänden. Außerhalb der Stadt gibt es noch einige Großechsenfarmen.

☻ Prozessionsstufen & Tempelterrassen
Zwei breite Stufenplateaus tragen mehrere halbe Stufenpyramiden, direkt an den Berg gesetzt. Offene Vorhöfe, Resonanzplatten im Boden (Steine, die unter Großechsendruck dröhnen), Opferstände und Schwitzkammern liegen hier. Von Terrasse zu Terrasse führen schmale, windumtoste Kämme; bei Hochfesten bildet sich hier der Prozessionszug durch die Stadt und zurück zum Palast.
☻ Der Dampfsee
Am östlichen Stadtrand liegt der kleine dampfende See mit rotbrauner Uferlinie. Stege aus Hartholz führen zur Heilkammer, in der Priester Dämpfe zur Linderung von Krankheiten nutzen. Offenes Baden gilt als unsittlich und für Sauriten als gefährlich.
Besondere Orte der Stadt
☻ Feuerkamm-Minen
Ein Stollensystem in den alten Lavaströmen, erreichbar über eine Seitenrampe der Schwarzen Straße. Obsidian, Eisenadern, Schwefel und Edelsteine werden in engen, heißen Schächten gewonnen; schmale Winden senken Lastkörbe, Echsen-Schlepper ziehen Erz zur Gießerei.
☻ Hallen der Schmelzer
Drei Gießhallen unter vorspringenden Felsdächern bilden das industrielle Herz der Stadt. Schlackengräben, große Schmieden und Schmelzöfen.
☻ Echsenhöfe
Ovale Paddocks mit engen Schluchten dienen Langhalsechsen als Freigehege. Diese rieseigen Echsen sind die Hauptnahrungsverorgung von Marquitza. Diese Höfe sind bis zu fünf Kilometer von Marquitza entfernt.

Oaxla

Oaxla liegt in einem breiten Sumpftal des Nordostens von Outer Coast. Der Weg dorthin ist eine Prüfung: Stundenlang drängt einen der Dschungel zurück, Schlingpflanzen reißen an Kleidung und Riemen, der Boden gibt nach wie ein nasser Schwamm. Dann, als würde man eine grüne Mauer durchbrechen, öffnet sich eine Lichtung: In 20 Meter tiefe findet sich eine kniehohe, schimmernde „Wiese“, die sich beim Näherkommen als versumpfte Wasserfläche ent-puppt. Auf hauptsächlich runden Pfahlbauten ruhen Dächer aus Schilf und Palmblatt, Stege winden sich wie Schlangen von Hütte zu Hütte, dazwischen stille, moosige Tümpel. Aus dem Schilf heben sich neugierige Köpfe: Axacotl, zweibeinig, schuppig, mit großen wachsamen Augen.
Bevölkerung & Alltag
In Oaxla leben rund 30 Axacotl, darunter acht Kinder. Männliche Schuppen schimmern hell- bis dunkelblau, weibliche in türkis. Ihre Haut überzieht sich im Wasser mit einer abweisenden Sekretschicht, womit sie sich schneller und geräuschärmer bewegen. Ein großer Teil des Lebens spielt sich im Wasser ab: Arbeit, Spiel, Jagd und Geburt. Die Eier ruhen in Eiblasen unter den Stegen, warm gehalten von heißen, schwefeligen Unterwasser-Strömungen. Über Wasser tragen die Axacotl leichte Riemen und Gürtel; im Sumpf sind sie nackt, praktischer und würdevoller, als Fremde zunächst glauben.
Gastfreundschaft ist Pflicht und Stolz: Wer respektvoll eintritt, wird begrüßt, gewaschen (Hände & Füße) und zum Langhaus geführt. Fremde bekommen Sumpffrüchte, geräucherten Fisch und Kräutersud. Wer lügt oder die Riten missachtet, spürt die Kälte der Blicke oder erhält eine Verbannung in den Sumpf.
Versorgung & Handwerk
Die Axacotl leben von Fischfang, Krabben- und Muschelernte, Sumpfkräutern (Heil- und Würz-pflanzen), Schilf und Wasserlinse. Gejagt werden in der Regel nur Fische, Krabben und andere Wassertiere. Zu besonderen Festen gibt es jedoch auch Krokodilfleisch. Dies wird als besonderes Ritual gefeiert und gesegnet. Das Handwerk nutzt, was der Sumpf gibt: Knochen, Obsidian, Harze, Faserpflanzen. Metall ist selten und wird für hochwertige Werkzeuge verwendet.
Ordnung & Bräuche
Oaxla wird von den Asoka geführt; Akaya und Myrtaka leiten Rat und Rituale. Entscheidungen fallen im Ratssteg nach offenem Gespräch; die Schreinwächterin leitet die rituellen Fragen. Drei Muschelsignale weisen auf besondere Ereignisse hin: Sammlung, Gefahr und Stille. Bei Stille verstummt das Dorf und nur der Wasserfall und das Plätschern des Wassers ist zu hören. Mindestens einmal im Monat findet ein stiller Tag statt.
Dorfaufbau
Oaxla ist zwar das größte Dorf der Axacotl aber dennoch klein. Rund 30 Axacotl leben hier. Ober- und Unterwasserbereiche greifen ineinander; vieles, was man sieht, hat ein Echo im Wasser darunter.
☻ Bootshaus an der Südwestseite
Ein gedecktes Bootshaus liegt an einem breiten, Steg. Das Haus ist ein Lagerplatz für Paddel, Netze und Einbaum-Boote sind am Steg befestigt. Von hier starten die Einbäume zur Jagd und Patrouille. Das Bootshaus iegt am Flussweg der aus dem Talkessel hinaus führt.
☻ Ratssteg & Langhaus im westlichen Zentrum
Das Langhaus der Dorfversammlung ist der soziale Kern: ein langer Pfahlbau mit offenen Seiten, Tischen aus Wurzelholz, Haken für Gerätschaften. Dahinter stehen Trommeln, Achat-schneckenhörner, Feuerbecken für nächtliche Versammlungen. Unter dem Gebäude verlaufen Wassergänge, niedrige, wassergefüllte Durchlässe, durch die Axacotl lautlos gleiten.
☻ Handwerkerring im Süd- und Nordbogen
Nördlich und südlichdes Langhauses liegen Schmiede, Werkstätten und das Lager. Die Werkstatt fertigt Holzbauten, Netze, Reusen, Paddel; beim Schneider werden Seidenkleidungen hergestellt und Leder verarbeitet.
☻ Tanzplatz & Schrein im Zentrum
Auf einer erhöhten, festen Insel liegt der Schrein mit Opferstein, Räucherpfanne und einem runden Wasserbecken. Ein runder, hölzerner Tanzring spannt sich über einem steinbehauenen Platz. Nachts begleiten Trommeln die Nebelriten: Tänze, die dem Wasser huldigen.
☻ Haus der Asoka auf der Ostinsel
Das Haus der Asoka (Akaya & Myrtaka) steht auf der größten, trockensten Insel, mit einem separaten Lager, Heilstube und Schule. Alle Axacotl sind hier willkommen.
☻ Wohnviertel im Südosten
Im Südosten leben die Axacotl in Rundhäusern, die über Stege verbunden sind. Teilweise leben die Handwerker aber auch in ihren Handwerksstuben.
Von den Vulkanhängen der Sauriten ist Oaxla anderthalb Tagesreisen entfernt, zu Fuß, ohne Fehltritt. Zum Strand gelangt man in einem Tagesmarsch über verborgene Wasserwege.
Besondere Orte der Stadt
☻ Doppelschrein von Oaxla
Über Wasser: ein schlichter Altar aus Schiefer, Räucherpfanne, Opferblattständer. Unter Wasser: eine Nische voller Muschelreliefs und verzierten Flusskiesel; für jeden Verstorbenen ein einzigartiger Stein. Opfer werden über eine Schachtöffnung hinabgelassen. Bei wichtigen Ritualen schweben Priester im Wasser, der Körper schwerelos, die Stimme tief wie Strömung.
☻ Eihöhlen
Unter den zentralen Stegen fließt ein warmer Sickerstrom. In darin verankerten Eiblasen wachsen die Kinder heran. Die Haltung blauer Sumpfkarpfen hält Raubfische von den Höhlen fern. Fremde dürfen hier nur in Begleitung der Asoka durchschwimmen.
☻ Bootshaus & Nebelkanal
Das Bootshaus kaschiert den Eingang in den Nebelkanal, einen seitlich vom Dorf gelegenen Fluss, der von einem Sprühnebel der Wasserfälle eingenommen wird. Wer den Verlauf nicht kennt, kann schnell stecken im Schilf oder Geäst stecken bleiben. Im Bootshaus finden sich mehrere Einbaumboote der Oaxla und Werkzeug für die Fischerei.
 Besondere Orte
☻ Der Zeremonientempel von Asxal
Ein überwucherter Stufenring im Dschungel-westland, halb versunken, mit kreisförmigen Becken. Es ist ein Überbleibsel der großen Stadt Asxal. Die Hauptstadt der Ur-Axacotl. Die Becken sind noch heute mit Süßwasser gefüllt, von Lianen überdacht, und leuchten in Mondnächten smaragdgrün. Es heißt, noch heute finden sich Ahnengeister der Ur-Axacotl in den Ruinen. Allerdings ist das Gebiet auch bewohnt von riesigen Messerzahnechsen, die hier ihr Revier haben.
☻ Der Spiegelsee
Nördlich von Oaxla liegt ein ovaler, klarer See. Seine Oberfläche ist in der Dämmerung so glatt, dass sie wie blankes Metall wirkt. Axacotl-Schamanen studieren hier den Nachthimmel. In seltenen Nächten sieht man in der Wasserhaut fremde, bizarre Sternbilder. Ein Blick auf den Himmel der Schattenwelt, der erst mit dem Ende der Schattenherrschaft vollkommen verschwindet.
☻ Die Schwefelseen nahe Marquitza
Ein Gürtel heißer, stinkender Quellen im Übergang vom Vulkan in die Dschungel-Sümpfe. Teiche, über denen ständig gelblicher Nebel steht. Es ist das einzige Wasser, in das Sauriten bei Ritualen hineingehen und eine zeremonielle Waschung vornehmen.
☻ Die Schwarze Ader
Eine tiefe Schlucht im Gebirge westlich von Marquitza. Aus ihrer schwarzen Tiefe dringen Schläge, wie ein Amboss-Takt. Was diese Schläge erzeugt wissen weder die Sauriten, noch die Axacotl. Doch hatte auch noch keiner den Mumm, in diese mehrere hundert meter Tiefe schwarze Schlucht hinabzusteigen.

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