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Paradise Bay

Inhaltsverzeichnis

>>Diese Informationen durchliefen noch kein Korrektorat und sind Vorab-Informationen aus dem bevorstehenden Inselkodex<<

Paradise Bay ist die glitzernde Insel des Commonwealth, ein Ort, an dem türkisfarbene Lagunen in blendend weiße Sandstrände münden, Palmenwipfel sanft im Wind wehen und Reichtum wie eine zweite Sonne über allem steht. Die Insel liegt im südwestlichen Viertel der Median Sea und gilt den Parish als glänzende Visitenkarte ihrer Macht, Kultur und Kaufkraft. Während anderswo Holz, Erz oder Fisch den Alltag prägen, besteht das wichtigste „Exportgut“ von Paradise Bay aus Ansehen: Audienzen, Empfänge, Hochzeiten der Patrizierhäuser, glanzvolle Seefeste und mittendrin das größte je gebaute Schiff des Commonwealth, die Mary Smith I., schwimmender Palast und endloser Basar in einem.
Doch die Insel ist mehr als Kulisse. Die Paradise Mountains bilden ein sattgrünes Rückgrat mit kühlen Höhenzügen, aus denen der Paradise River in sanften Stufen zur Lagune herabfällt. Im Flachland wachsen Zitrusgärten und Zuckerrohrterrassen, an geschützten Buchten glitzern Riffgärten in allen Farben. In den Tälern leben Madra in kleinen, ruhigen Dorfgemeinschaften, allen voran Majaro, ein Bergdorf hoch über der Bucht. Der Kontrast könnte kaum schärfer sein: unten die protzige Pracht der Parish-Oberschicht, oben die stille, würdevolle Lebenskunst der Urmenschen.
Paradise Bay ist ein Ort der Gegensätze, aber kein Ort des offenen Konflikts. Der Gouverneurssitz der Parish residiert hier mit Anstand und strenger Etikette, doch die Madra-Monarchie von Paradise Bay ist alt, traditionsreich und klug genug, den Fluss des Geldes nicht gegen sich aufzubringen. Das Miteinander ist pragmatisch: Die Parish beherrschen den Hafen und den Glanz, die Madra pflanzen und verkaufen exotische Früchte, stellen Artefakte und andere Luxusgüter her und handeln diese mit den Parish.

Städte & Dörfer

Smith Town

Smith Town schmiegt sich halbkreisförmig an die geschützte Lagune. Von den Sanddünen steigen breite Viertel in Terrassen an, gesäumt von weiß getünchten Häusern, blauen Fensterläden und farbigen Kacheln. Palmenalleen führen auf Sichtlinien zu Pavillons, Gärten und Brunnen, und jenseits der Uferstege ragt wie eine eigene Stadt aus Holz und Kupfer die Mary Smith I. in den Himmel. Maximal 2.500 Einwohner leben in dieser Stadt, davon ein Großteil die einfache Schicht, die im äußersten Rand der Stadt, am Rand zum Dschungel lebt. Aufgrund des täglichen An- und Abreisen von Patriziern, hat diese kleine Stadt einen groß angelegten Hafenbereich für Personenverkehr.
Stadtbild & Viertel
Direkt am Hafen angrenzend findet sich das Viertel Presentation Harbour mit Opernhaus, Gouverneurspalast, privaten Kontoren, gläsernen Pavillions und hochwertigen Restaurants. An den Kais gibt es Barkassen, die zwischen der Mary Smith I. und der Insel Personen und Waren befördern. Dazwischen liegen die prunkvollsten Yachten, die im Commonwealth zu finden sich. Bis hin zu großen Dreimastern ist hier alles zu finden. Im befahrbaren Bereich der Bucht passen etwa 100 Schiffe rein. Hinter dem Repräsentationshaus befindet sich das Viertel „Gardenhills“. Hier stehen die Residenzen der Patrizierfamilien; marmorne Treppen, Zisternen, Orangerien und edle Salons finden sich in diesem Viertel. Im Workersring finden sich die Werkstätten und einfachen Häuser der Handwerker und Bediensteten der Reichen und Mächtigen. Auch ein Kerker und die Wachzentrale befinden sich in diesem Viertel
Leben & Takt
Morgens bestimmen Lieferboote, Barkassen und Küchenkarren den Ton; mittags verschwinden die Reichen in kühlen Salons; abends tanzen Lampions in der Lagunenbrise. Sicherheitspatrouillen sind präsent, aber unaufdringlich; der wahre Schutz der Stadt ist ihr Ruf, wer hier Unfrieden stiftet, verliert nicht nur Zutritt zu den besten Geschäften der Median Sea, sondern muss auch mit deutlich strengeren Strafen rechnen, als in anderen Parish Städten rechnen.

Majaro

Majaro liegt wie ein Adlerhorst auf einer Felskanzel hoch in den Paradise Mountains. Terrassenfelder kaskadieren hangabwärts, Wasser tritt aus Stufenquellen in klare Rinnen und verschwindet in Gemüse- und Kräuterbeeten. Auf einem Plateau werden Schafe, Ziegen und Dschungelschweine gehalten. Die Häuser sind aus Holz und hellem Stein, mit tiefen Dachüberständen, bemalt mit Wasser- und Blattmotiven.
Alltag & Brauchtum
Die Madra leben vom Terrassenanbau und Viehhaltung, vom Sammeln in den Höhenwäldern und von feinem Handwerk. Abends, wenn die Luft kühl wird, ertönen Flöten und Trommeln; der Dorfplatz füllt sich zu Geschichten, Heilritualen und Tänzen. Majaro gilt als offene freundliche Dorfgemeinschaft, aber wachsam gegenüber allem, was das Gleichgewicht stören könnte.
Beziehungen
Majaro liefert Gemüse, Früchte, Goldarbeiten, Quellwasser und Kunsthandwerk nach Smith Town. Im Gegenzug kommen Werkzeuge, Salz, Stoffe. Die etwa 350 Einwohner unterhalten einige Minenstollen, wo Gold- und Kupferadern abgebaut und in Schmieden verarbeitet werden. Politisch wahrt die Dorfkönigin Tradition, Freude und Kultur.
 Besondere Orte
☻ Lumora-Fall
Tief im Dschungel schneiden sich mehrere Quellbäche den Weg den Berg hinab und ergießen sich in Wasserfällen, die abends blassblau phosphoreszieren. Darunter liegt ein glasklarer kühler See. Madra-Schamanen behaupten, das Leuchten sei „Gaia, dass atmet“. Wer in Stille badet, soll innere Unruhe zurücklassen und mit klaren Träumen heimkehren. Für sehr wohlhabende, werden geführte Touren von den Madra hierhin geboten.
☻ Die Gärten von Seraja
Eine halb natürliche, halb angelegte Terrasse oberhalb von Smith Town. Madra-Gärtner pflegen hier duftende Stufenbeete: Zitronenblüten, wilder Jasmin, Heilkräuter. Im Zentrum steht ein offener Pavillon; hier werden Gedichte vorgetragen, Musik gespielt.

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